Die Geschichte vom eiskalten Killer, der plötzlich davor zurückschreckt, sein &ndash bevorzugt weibliches &ndash Opfer zu erledigen, durfte schon für allerhand Action-Thriller oder &ndashdramen herhalten und so kann man durchaus sagen: Die Geschichte ist recht ausgelutscht. Nichtsdestotrotz greift sie Ji-woon Kim, einer von Südkoreas ganz großen Regietalenten, für seinen „Action Noir“ „Bittersweet Life“ wieder auf, variiert sie nur ein wenig und lässt sie vor allem in einem Racheepos gipfeln und beweist damit, dass selbst aus ausgelutschten Storys noch ein hochklassiger Film herauszuholen ist. Sun-woo (Byung-hun Lee) ist der Idealtyp eines Angestellten in der Gangsterwelt - in höchstem Maße loyal und zudem professionell in der Ausführung aller Pflichten. Ob als Auftragskiller, Rausschmeißer oder bei der Führung des Luxusrestaurants seines Bosses Kang (Yeong-cheol Kim): Alles erfüllt er zu dessen vollster Zufriedenheit und in akkurater Weise. So scheint auch der neueste Auftrag nur eine Routinearbeit. Während des Urlaubs von Kang soll er dessen neue Freundin Hee-soo (Min-ah Shin) im Auge behalten, verdächtigt der Boss sie doch ihn zu betrügen. Sollte sich der Verdacht als wahr herausstellen, soll Sun-Woo die Untreue und ihren Liebhaber exekutieren. Doch der eiskalte Killer entwickelt Gefühle für die Freundin seines Bosses und so kann er nicht abdrücken, als er sie wirklich beim Seitensprung erwischt. Er schlägt ihr und ihrem Lover einen Deal vor: Der Liebhaber verschwindet und sie sehen sich nie wieder, dafür verschont er die beiden und schweigt. Doch sie haben die Rechnung ohne Kang gemacht. Denn der kommt auch so hinter das Verhältnis und schließt sich mit ein paar Gangstern zusammen, denen Sun-woo kürzlich sehr heftig auf die Füße getreten ist. Gemeinsam wird Sun-woo fast zu Tode gefoltert er überlebt nur durch ein Wunder. Doch von nun an sinnt er auf Rache für die erlittenen Qualen.
